Fixie-Rennen auf dem Tempelhofer Feld

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Als Kind schaute ich gern Radrennen im Fernsehen. Das war damals noch in Polen und es war die Friedensfahrt. Ja, so alt bin ich! Später hat mich die Tour de France nie wirklich interessiert, erst recht nicht als sie im Drogensumpf versank. Zu groß das Spektakel , zu sehr gings ums Geld.

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Nun hatte ich wieder die Gelegenheit mich dem Radsport anzunähern und zwar in Berlin beim Last Man Standing Fixie-Rennen von 8bar auf dem Tempelhofer Feld, sprich dem ehemaligen Flughafen im Berliner Stadtzentrum.

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Ich war von Anfang an positiv überrascht. Überschaubare aber dennoch spannende Strecke, dynamische Musik und insgesamt eine ziemlich ausgelassene Stimmung. Dennoch war das Rennen, oder eher gesagt die vielen Rennen, denn es traten immer wieder neue Fahrer an und schieden teils aus, spannend teils bis zuletzt. Warum?

Das „Last Man Standing“ Prinzip sorgte dafür, dass nicht nur vorne, sondern auch hinten teils um Zentimeter gekämpft wurde.

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Schließlich schied der jeweils letzte jede Runde aus. Die ersten Vier kamen jeweils durch. Teils waren die Plätze vorne schon am Start vergeben. Wer nicht schnell genug in den Gang kam, blieb Schlusslicht bis zum Ausscheiden. Allerdings waren manche clever genug etwa in der Kurve teils mehrere Fahrer zu überholen.

Überhaupt hat mich die hohe Professionalität überrascht.

Ich erwartete Freizeit-Fahrer auf ihren Fixies die sie zum Herumfahren als Bote nutzen oder einfach so aus reiner Freude am herumfahren. Was ich stattdessen sah waren vollständig ausgestattete Rennfahrer auf aalglatten Maschinen.

Kein Platz für DIY Fixies von Hobbyisten. Wenn dann doch mal so einer dabei war, flog er schnell raus. Das ist natürlich ein wenig schade, zeugt aber von den hohen Standards des 8bar Rennens.

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Selbst das Wetter spielte mit. Zwar war es naturgemäß zugig wie auf solch einem freien Feld zu erwarten ist, aber die Temperaturen und Windverhältnisse waren in etwa auf April/Mai Niveau, also perfekt fürs Sport-Treiben.

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Ich persönlich habe allerdings nach einer Weile gefroren angesichts der beständigen Brise.

Schade, dass die Organisation offenbar mit keinerlei Publikum gerechnet hat. Es gab weder Windschutz noch Sitzgelegenheiten. Allein der DJ und die Teams saßen teils unter einem Garten-Pavillon damit sie nicht naß werden bei Regen.

  • Wart Ihr auch da?
  • Habt Ihr mitgemacht?
  • Wie waren Eure Eindrücke?

Wollt Ihr nächstes Jahr (noch mal) mitmachen? 8bar selbst hatte natürlich professionelle Fotografen am Start. Die haben noch bessere Bilder geschossen als die Fotos die ich gemacht habe. Dabei war das schon die Sportaufnahme! Das Tempo war einfach enorm von Anfang bis zum Ende.

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