5 Ausreden nicht Rad zu fahren

Zufällig entdeckte ich erst jetzt einen Beitrag den Susanne Mandl für die Blogparade „Urbane Mobilität“ schrieb. Der Titel lautete provokant „5 Gründe nicht Rad zu fahren„.

Natürlich ist das vor Allem ironisch, erklärt Susanne diese „Gründe“ doch für nichtig.

Mir erschien das Ganze noch zu defensiv, nach dem Motto, „es stimmt schon aber…“!

Ich würde das ganz anders darlegen, kürzer und davon ausgehend, dass diese Gründe in Wirklichkeit nur Ausreden sind.


„Gründe“ nicht Rad zu fahren

Sehen wir uns die Gründe im Einzelfall dich an:

1. Rad fahren dauert zu lange

Unsinn! Tests in Großstädten haben gezeigt, dass kein anderes Verkehrsmittel mit dem Rad mithalten wenn es um Fortkommen im Stadtverkehr geht, selbst der Hubschrauber brauchte länger, schließlich musste er einen passenden Landeplatz finden und dieser ist selten da wo wir einen brauchen.

2. Rad fahren ist zu gefährlich

Von tödlichen Autounfällen höre ich andauernd obgleich diese von der Presse gern unter den Teppich gekehrt werden.

Da muss schon eine Massenkarambolage auf der Autobahn mit 50 Toten passieren damit die Medien davon berichten.

Ich kannte sogar einen Menschen der vor einer U-Bahn erfasst wurde und starb. Es war übrigens kein Selbstmord.

Ich kenne aber keinen einzigen Fall aus meinem Umfeld wo ein Fahrradunfall zum Tod oder schweren Verletzungen geführt hätte. Dabei habe ich viel mit Radfahrenden zu tun.

Im Auto oder als Fußgänger sind wir teils mehr gefährdet. Im Wagen fühlen wir zu sicher bei teils wahnsinnigen Geschwindigkeiten.

Zu Fuß sind wir derart unachtsam, dass wir eher überfahren werden beim auf der Straße telefonieren oder dergleichen. Wem das dennoch zu unsicher ist kann sich ja sogar ein Radfahrer-Airbag besorgen.

3. Räder werden oft gestohlen

Der Verlust eines Rades ist sehr schmerzlich. Mir wurde in meinem Leben 3 Mal ein Rad geklaut, also ca. alle 10 Jahre eins.

Bei zwei hatte ich keine vernünftigen Schlösser, das eine hatte ich verliehen und mein Freund hat es an einer Stelle abgestellt wo Drogenabhängige „abhängen“.

Seit ich meine Räder vernünftig abschließe, werden sie auch nicht mehr gestohlen.

Zudem genügt ein Rad für 200 bis 300 Euro um vorwärts zu kommen.  Die Kosten eines Autos pro Monat entsprechen etwa 200 – 300 Euro wenn wir

  1. Benzin
  2. Versicherungen
  3. Reparaturen
  4. Parkgebühren
  5. Strafzettel

und so weiter mitberücksichtigen. Es wird uns also auf jeden Fall pro Monat ein Rad geklaut wenn wir mit Auto fahren.

4. Rad fahren ist zu anstrengend

Wer im Büro nicht verschwitzt ankommen will etc. baut sich einfach einen Elektromotor an sein Rad. Das gibts beim Bastler um die Ecke. Es ist gar kein Pedelec oder Ebike nötig.

Mit Elektromotor ist es natürlich nicht mehr anstrengend. Ganz im Gegenteil. Es ist so leicht, dass wir dazu neigen zu schnell zu fahren.

Andererseits ist regelmäßiges Rad fahren inklusive „aus eigenem Antrieb“ in die Pedale treten tatsächlich eine Art Training.

Im 21, Jahrhundert sitzen die meisten unentwegt und sind daher grundsätzlich geschwächt. Es ist also nicht anstrengend, sondern Du bist zu schwach.

Es kann aber auch am Rad liegen. Insbesondere nach dem Winter sind manche Räder schwergängig. Das lässt sich aber leicht beheben.

5. Ein Rad kann kein Gepäck tragen

Das ist nicht wahr. Ich meine nicht mal einen Rucksack auf dem Rücken. Schon mal was über

gehört? Da passen schon mal Kind und Hund drauf. Selbst Kisten mit Flaschen oder Sperrgut lassen sich so befördern.

Selbst die Fahrradboten auf ihren Fixies haben voluminöse Kurier-Rucksäcke in denen schon ein erheblicher Einkauf passen würde.

Gibt es noch mehr Gründe oder Ausreden die ihr kennt? Ich kenne selbst etliche, etwa das Wetter usw. aber zu jeder lassen sich einige Gegenargumente finden.

Letztes Update: 13. Februar 2020