Rad & Hund: 5 Lösungen für Hundetransport mit oder am Fahrrad

Bild: Hund auf dem Fahrrad. Quelle.

Als Hundebesitzer der gerne Rad fährt habe ich schon alle möglichen Lösungen für Hundetransport in Betracht gezogen.

 

Sind sie sicher?

Die Frage ist vor Allem wie ich meinen Hund sicher mit oder am dem Fahrrad mitnehmen könnte. Natürlich gibts da die zwei nahe liegenden aber gefährlichen Optionen den

  • Hund einfach nebenher mitlaufen zu lassen
  • Hund an der Leine fest halten neben dem Rad

Beide Möglichkeiten sind allerdings nicht wirklich zu empfehlen. Läuft der Hund einfach ohne Leine können einige Dinge passieren,

der Hund kann etwa plötzlich die Richtung ändern, stehen bleiben oder einem anderen Hund hinterherlaufen.

Zu Fuß wäre dies alles kein Problem aber auf dem Rad kann er etwa beim Richtungswechsel oder plötzlichen Stopp unters Fahrrad geraten.

Läuft der Hund einem anderen hinterher und passiert dies auf der Straße ist die Konsequenz potentiell fatal. Selbst auf dem Radweg kann bei all diesen Situationen verhängnisvolles passieren.

 

Unfälle passieren auch in der Stadt

Erst kürzlich las ich über einen Unfall in Berlin bei dem der Hund einem anderen folgte der mit einem schwer verletzten endete.

Was ich auch schon mal beobachten durfte war ein Sturz eines Radfahrers der seinen Hund an der Leine führte während er in die Pedale trat.

Der Hund hielt ruckartig an und schon lag der Radfahrer auf dem Boden. Das liegt nicht daran, dass der Hund dumm ist. Die Tiere sind einfach nur bedingt für Straßenverkehr geeignet.

Was gibt es also konkret noch für Möglichkeiten den Hund halbwegs sicher, bequem und praktisch mit dem Rad mit zu nehmen?

 

Halterung
Es gibt etliche Fahrradhalterungen für Fahrräder. Manche davon sind jedoch umstritten, bieten sie leider nur geringfügigen Schutz sowohl für Hund als auch für Radfahrer.

Kein Wunder bei dem Preis, manche gibt es bereits für um die 10 Euro. Sie sind besser als gar nichts aber eher nicht für anspruchsvolle Touren oder sehr starke Hunde geeignet.

Springer
Der sog. „Springer“ ist eine stabile Fahrradhalterung mit Feder die allenthalben zum befestigen von Hunden ans Fahrrad nahe gelegt wird.

Wenn der Hund versucht die Richtung zu wechseln oder sich loszureißen gleicht das die Federung aus.

Der Springer wird einfach am Rahmen festgemacht.  Mit 50 bis 60 Euro ist diese Halterung jedoch nicht ganz billig.

Korb
Die klassische Methode Hunde, vor allem Welpen mitzunehmen ist der Fahrradkorb. Ab einem gewissen Gewicht bzw. bei einer bestimmten Größe des Hundes ist das nicht mehr praktikabel.

Unser Hund ist mit ca. 8,5 Kilogramm gerade noch so transportable im Korb vorne. Das Rad wird damit aber ziemlich schwer zu manövrieren.

Körbe gibt es ja mittlerweile in jedem Supermarkt. Jedoch sollte ein Korb für den Hundetransport schon was aushalten und eine Möglichkeit haben den Hund fest zu machen. Kosten: Ab ca. 20 Euro.

Anhänger
Fahrradanhänger für Hunde sind weniger oft anzutreffen als solche für Kinder auch auch diese durfte ich schon nein mir in Kreuzberg öfters beobachten n allen Varianten und Formen.

Im Internet gibt es ebenfalls eine solchen Anhänger für Hunde in Online-Shops zu einem wie ich finde fairen Preis. Leider sind sie gern in der Saison auch mal ausverkauft.

Hundeanhänger sind deutlich kleiner als solche für Kinder und daher auch spürbar praktischer. Sie passen eher auf Radweg, in den Hausflur oder Keller.

Mit ca. 100 Euro aufwärts ist ein solcher Anhänger schon durchaus erschwinglich aber doch nicht ganz billig.

Lastenrad
Die bequemste Lösung und geradezu komfortabel für den Hund sind Lastenräder. Ich habe schon das Yuba Mundo vorgestellt aber dieses ist weniger geeignet für Hunde.

Andere Cargobikes haben vorne eine Kiste die sich ideal für Hunde eignet. Manche Dreiräder können bis zu 6 Kinder tragen. Ein Hund ist dann eine Kleinigkeit.

Lastenräder gibt es leider eigentlich erst ab ca. 500 Euro. Noname-Bikes aus China werden auch für weniger auf Ebay gehandelt aber deren Qualität ist leider nicht so richtig nachvollziehbar.

 

Was ist denn nun die beste Wahl?

Was ist nun die beste Methode des Hundetransports? Das hängt von vielen Faktoren ab. Wie kräftig sind sie und wie schnell ist der Hund?

Grundsätzlich gilt es zu wählen zwischen Hund bequem mitnehmen und Hund nebenher laufen lassen.

Zweiteres ist weitaus gesünder für den Hund der ja viel Bewegung braucht. Allerdings ist das führen des Hundes am Rad auch mit einem Springer nicht ganz so einfach. Warum?

Plötzlich erreicht das Fahrrad eine ziemlich Breite und kann möglicherweise hängen bleiben oder irgendwo an einer schmalen Stelle nicht mehr durchkommen wo es sonst problemlos klappt.

Ein Korb, Anhänger oder Lastenrad erleichtert die Fahrt und vermindert etwaige Risiken. Der Hund kann aber leider nicht rennen und wird nicht gut ausgelastet.

Wem das alles nicht reicht mag vielleicht stattdessen ein von Hunden gezogenes Rad? Es ist quasi ein Hundeschlitten für den Sommer.