5 Mittel sein Rad schneller zu machen und zwar kostenlos

Auch wenn es noch nicht so aussieht draußen, der Frühling wartet um die Ecke. Dann holen auch die letzten Frostbeulen ihre Räder aus dem Keller und treten in die Pedale.

Was nach einem Winter besonders auffällt ist der Mangel an Kraft bzw. die daraus folgende Langsamkeit beim Rad fahren. Das liegt nicht nur am Muskelabbau während des Winters.

Es muss nicht gleich ein neues Rennrad her. Es gibt ganz einfache Mittel ein bestehendes Fahrrad kostenlos schneller zu machen.

Werkzeug ist zwar dafür nötig, aber jede Werkstatt die was auf sich hält gibt es einfach heraus für Leute die schnell was selbst fest drehen wollen.

Vielleicht ist das auch ein guter Vorwand die eigenen Nachbarn kennen zu lernen, einfach mal schauen wer gern Rad fährt und nach dem Schraubenschlüssel fragen.

 

Schlauch aufpumpen

Nach einem langen Aufenthalt im Keller ist der Schlauch wahrscheinlich nicht mehr richtig aufgepumpt. Je leerer der Schlauch, desto langsamer das Rad und mehr Anstrengung nötig um das Rad von der Stelle zu bekommen.

Ich weiß das, ich musste mal mit einem langsam Luft verlierenden Schlauch fahren und so konnte ich von Minute zu Minute beobachten wie viel schwere das Fortkommen wurde.

Also als Erstes aufpumpen aber auch wieder nicht so stark, dass jedes Kies-Steinchen, das vormals in den Schnee geworfen und noch nicht hinweggefegt wurde, spürbar wird.

Zu viele Unebenheiten durch zu harte Schläuche machen wiederum langsamer, denn die muss dann der Mensch ja alle abfedern statt der Schlauch.

 

Kette reinigen und ölen

Wer im Winter Rad fährt dem ist das bestimmt schon aufgefallen, da sammelt sich ganz schön was an der Kette bzw. am Kettenschutz.

Die Kette ist trocken, schmutzig und schlimmstenfalls verrostet. All das macht sie schwergängig. Im schlimmsten Fall fällt die Kette sogar während der Fahrt runter.

Die Kette reinigen und sie anschließend zu ölen kann ein Rad subjektiv um die Hälfte schneller machen.

So ging es mir jedenfalls nach dem letzten Winter. Überhaupt ist die Kette ja gewissermaßen der Antrieb sollte also besonders beachtet werden beim Fahrrad. Der Motor sind wir ja selbst.

 

Sattel höher stellen

Aerodynamik ist grundsätzlich ganz einfach zu verstehen. Je mehr Angriffsfläche der Luft geboten wird desto höher der Luftwiderstand und desto mehr Energie ist nötig um zu fahren.

Bei Gegenwind hat das Prinzip der Aerodynamik sicherlich schon jede/r mal nachvollziehen können.

Schauen wir uns Bahnräder an die auf Höchstgeschwindigkeit getrimmt sind werden wir feststellen, dass der Sattel sehr hoch ist, vor Allem auch gegenüber dem Lenker. Je höher der Sattel nämlich desto gebeugter sitzen wir auf dem Rad.

Ist der Kopf das erste was der Fahrtwind trifft, dann der Oberkörper stehen wir uns weit weniger im Weg als wenn wir einfach gerade ausgestreckt der Luft trotzen.

Auch ist es wichtig dass die Beine voll ausgestreckt werden können wenn wir in die Pedale treten um die größtmögliche Kraftausbeute zu erreichen.

Aus Sicherheitsgründen sollte aber nicht übertrieben werden, wir sollen noch in der Lage sein mit den Füßen den Boden zu erreichen, etwa an der Ampel.

 

Lenker tiefer stellen

Analog zu dem höher gestellten Sattel können wir den Lenker ebenfalls tiefer stellen. Zudem ist sogar die Lage der Hände bzw. Arme relevant bei höherem Tempo.

Wenn die Arme angewinkelt nach vorn gelegt auf dem Lenker ruhen ist der Luftwiderstand geringer als wenn wir wie beim Cruiser oder Hollandrad weit seitlich ausgreifen.

Das ist allerdings nur dann praktisch wenn wir nicht andauernd steuern oder auf die Bremse drücken müssen, auf einer leeren Landstraße vielleicht. Im Stadtverkehr ist mehr aufpassen angesagt.

 

Speichen zentrieren

Mein Vater hat einen Speichenschlüssel den ich als Kind zunächst für die Oberseite einer alten Klingel hielt. Später war mir immer noch nicht klar wozu das Ding diente. Nun weiß ich es:

Wenn wir eine sog. Acht im Rad haben eiern wir durch die Gegend statt ordentlich zu fahren. Das kann an den Speichen liegen die unterschiedlich eingestellt sind.

Ist das Rad nicht rund sondern eher schon eckig wird die Fahren entsprechend langsamer.

Auch seitliche Abweichungen können sich ebenso negativ auf die Schnelligkeit auswirken. Logisch, wenn wir unversehens zur Seite fahren statt nach vorne brauchen wir länger für die gleiche Strecke.

Ach so, ich sage absichtlich nicht „Laufrad zentrieren“ denn ein Laufrad ist für mich das was die kleinen Kinder „fahren“ wenn sie noch nicht Rad fahren können.

 

Auf jeden Fall fährt das Rad, so gepflegt und eingestellt, wieder deutlich oder zumindest spürbar schneller. Das meine ich auch als Cruiser-Fahrer, denn rasen habe ich nicht im Sinn. Schnelligkeit ist im Alltag an sich schon sehr hilfreich ohne gleich bei der Tour de France mitmachen zu wollen.

 

Mehr dazu im Detail:

 

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