7 Regeln um Fahrrad-Diebstahl zu vermeiden

Gestern schrieb ich über einen Fahrrad-Diebstahl der spektakulären Art. Hierbei wurde der Wagen des Opfers aufgebrochen. Es war wohl kein Zufall sondern eine geplante Straftat.

Als Radfahrer der die meiste Zeit in Berlin gelebt hat kenne ich das Problem zur Genüge.
Zuletzt wurde mir ein Rad geklaut als ich es törichterweise verliehen hatte. Mein Freund legte nicht sehr viel Wert darauf und schloss es unweit des Bahnhof Zoo an, über Nacht.

Das war eine klare Provokation, am Zoo wimmelt es nur von Kleinkriminellen und das ist kein Klischee sondern das weiß ich aus eigener Erfahrung vor Ort. Mein Freund hatte später sogar vergessen oder eher verdrängt, dass er ein Fahrrad hatte bzw, es geliehen hatte: “Was für ein Fahrrad?” war seine Gegenfrage darauf wie es denn meinem Fahrrad ginge.

Nur ein stabiles Bügelschloss schützt vor Fahrrad-Diebstahl denn die Diebe laufen mit Bolzenschneidern durch die Gegend die jedes andere Schloss einfach durchschneiden, so dick es auch sein mag. Natürlich ist ein Bügelschloss nicht unknackbar, es geht angeblich mit Entfrostungsmittel zu öffnen aber dazu gehört schon etwa mehr Zeit und Fahrraddiebe sind schreckbar.

Das Bild oben habe ich jedenfalls in Berlin an einem belebten U-Bahnhof gemacht, auch wenn es aussieht als stünde das Rad mitten in der Pampa.

Wer sein Fahrrad so vernachlässigt verdient es nicht anders als sein Rad zu verlieren.

Es über Nacht liegen zu lassen (denn es hatte in der Nacht geschneit) und dann mit so einem Spielzeug-Schloss “anschließen”, das selbst mit einer Nagelschere durchzuscheiden ist, ist reine Provokation. So ein Fahrrad schreit geradezu danach “befreit” zu werden.

Um Fahrrad-Diebstahl in der Großstadt zu verhindern oder zumindest vermeiden gibts 7 ganz einfache Regeln:

  1. Nicht über Nacht draußen abschließen
  2. Bügelschloss verwenden!
  3. Nicht an öffentlichen Plätzen abschließen sondern geschützt, etwa in einem geschlossenen Hinterhof
  4. Fahrrad nicht “verlassen” aussehen lassen (fest stehend abschließen)
  5. Am Rahmen abschließen, nicht am Rad oder anderen leicht entfernbaren Teilen
  6. Am besten in Sichtweite (etwa Fenster) abschließen
  7. Teure und/oder neue Fahrräder (über 500 Euro) überhaupt nicht draußen abschließen

Fahrrad-Diebstahl wird sich damit nicht immer vermeiden lassen aber zu 90%. Seit ich diese Regeln befolge wurde mir selber noch kein Fahrrad geklaut. Einmal habe ich es am U-Bahnhof stehen lassen, am selben wo das obige Bild entstand und es war schon Abends. Als ich zurück kam fehlte die Gangschaltung. Das Rad war nicht mehr fahrtüchtig.

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Beiträge
4 Beiträge zu “7 Regeln um Fahrrad-Diebstahl zu vermeiden”
  1. Diebstahl und Vandalismus sind die beiden Gründe, warum die Zahl der Radfahrer in fernerer Zukunft nicht mehr nennenswert gesteigert werden kann. Das Potenzial ist dann ausgeschöpft.
    Für tägliche Radfahrer ist ein Rad unter 500 Euro kaum zu empfehlen, da eine schlechte Qualität sich bei vielen Fahrten bemerkbar macht (anfällige Beleuchtung, häufigere Reparaturen, geringerer Fahrkomfort, etc.). Leider sind Keller oder das Parken in der Wohnung nicht immer eine Alternative. Gerade Elektroräder sind viel zu schwer dazu.

  2. Fahrräder im Wert über 500€ überhaupt nicht draußen stehen lassen? – Das ist wohl nicht wirklich alltagstauglich. Ich nutze mein Fahrrad nicht nur als sportives Trainingselement, sondern fahre auch im Alltag damit. Und da ich nicht nur für mein Radl lebe, muss es auch ab und zu mal draußen auf mich warten. Und deshalb soll ich auf Billiggurgen rumradeln? – Ist es schon soweit, dass wir uns der Kriminalität vorbeugend anpassen? Heute fahren ganz normale Radfahrer mit Rädern über 1000-2000€ durch die Stadt – der technische Fortschritt ist beim Zweirad ja nicht stehengeblieben. Ein ordentliches Schloss und andere präventive Radschutzmaßnahmen sind natürlich zwingend und in Ordnung. Dabei schlägt ein angemessenes Bügelschloss bei einem 2000€-Rad mit ca. 200€ relativ happig aus.
    Bei der Sicherheitstechnik für Fahrräder hat die Fahrradindustrie bisher leider geschlafen. Hier liese sich einiges aus der KFZ-Branche angepasst bereits bei der Herstellung der Räder berücksichtigen. Wenn da nicht bald was passiert, verkaufen sich teure Räder nicht mehr – leider.

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  1. [...] ist ein billiges Fahrrad weit sicherer. Die anderen Eigenschaften vom Fahrrad der Zukunft wollen auch nicht ganz stimmen, es mag auf den [...]

  2. [...] Bis dahin dürfte ein solides Bügelschloss nach wie vor die beste Wahl sein um ein Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. [...]



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