Abwrackprämie für Fahrräder: Marburg zahlt bis 100 Euro

Marburger Fahrrad-Wracks von Allie Caulfield.

Während der Staat 2009 der deutschen Autoindustrie großzügig mit Steuergeldern unter die Arme griff wurde die bessere Alternative, das Fahrrad, nur in einigen wenigen Gemeinden symbolisch bezuschusst.

Hier mal 50 Euro für 100 Räder, da mal 200 Bikes. Doch eine Stadt hat vorgemacht wie es besser geht: Marburg.

Der grüne Bürgermeister zahlt auch 2010 bis zu 100 Euro „Umweltprämie“

für die Ersetzung eines Fahrrads mit einem neuen elektrisch betriebenen. Damit sollen die dortigen Hügel auch für ältere Menschen leichter zu überwinden sein.

Ich schließ mich dem VCD (Verkehrsclub Deutschland) an der diese Maßnahme lobt. Allerdings ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch hier war die Prämie schnell „vergriffen“ obwohl die Fahrrad-Händler nicht mal Bescheid wussten. Von den Steuer-Milliarden die großteils ins Ausland an Auto-Konzerne flossen hätte halb Deutschland mit Rädern ausgestattet werden können.

Die Abwrackprämie für Fahrräder sollte auch anders gehandhabt werden:

Wer sein altes Schrottauto abgibt sollte ein neues Rad erhalten.

Denn was ist der Sinn einer Umweltprämie die wieder eine umweltfeindliche CO2-Schleuder finanziert? Das ist doch nur Greenwashing also Augenwischerei.

Steuergelder der nächsten Generationen an Banken und Autokonzerne zu verschenken um diese zu „retten“ ist fatal, denn natürlich haben wir nicht so viel Geld, sondern es wird noch in 50 oder 100 Jahren abbezahlt werden von unseren Kindern und Enkeln auch noch. Diese erben auch die verpestete Umwelt.

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