Berlin: Bordell mit Radfahrer-Rabatt

Die Kette der bizarren Meldungen reißt nicht ab. Wie Ananova meldet, hat ein Berliner Bordell einen Rabatt für Radfahrer und solche Kunden die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind angeboten.

Diese Nachricht taugt zwar vor Allem als Anekdote aber eines zeigt sie jedoch sehr gut auf:

Sobald Radfahrer anders als sonst Autofahrer bevorzugt werden ist das fast schon eine Schlagzeile wert.

Drive-ins für Autos etwa gibt es seit Jahrzehnten, doch wo bleiben diejenigen für Bikes, quasi Bike-ins? Eine Fahrrad-gerechte Infrastruktur und Stadt hört nicht bei Radwegen und Möglichkeiten Räder abzuschließen auf. Es ist eine auf die Fortbewegung mit Muskelkraft ausgerichtete Kultur notwendig.

Derzeit müssen wir ja in Berlin noch einen Aufpreis dafür bezahlen, dass wir ein Rad in die Innenstadt mit der U- oder S-Bahn mitnehmen. Radfahrer sollten als umweltfreundliche Vorbilder belohnt werden und zwar nicht in Bordellen sondern im Alltag, auf Schritt und Tritt.

  • Busse und Bahnen sollten gratis für Alle zugänglich sein
  • Radfahrer sollten als Verkehrsteilnehmer Vorrechte genießen
  • Autos sollte nur in Ausnahmefällen sowie gegen Gebühr in die Stadt hinein dürfen

Das sind alles keine utopischen Forderungen. Sie wurden mancherorts schon umgesetzt, mit Erfolg, für Mensch und Natur. Das Geschäft kurbeln diese Maßnahmen auch an, denn wenn die Innenstadt erstmal nicht laut ist und stinkt erscheinen plötzlich die Touristen und Shopper. Auch die wohlhabendereren Stadtbewohner verbringen dort wieder gern ihre Zeit statt nur zu Hause im Garten.

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