Ideen für selbständige Radfahrer/ Existenzgründer die Räder lieben

Cargobike-Messenger in Vancouver. Bild von Roland Tanglao

Wer Rad fahren, Fahrräder und die Freiheit liebt würde sich wohl am liebsten in der Fahrrad-Branche selbständig machen. Doch kaum ein Existenzgründer wird gleich ein Fahrradhersteller werden oder einen Laden eröffnen.

Es gibt allerdings etliche Möglichkeiten mit Rädern Geld zu verdienen als Freiberufler. Einige sind schon weit verbreitet, andere sind der letzte Schrei und manche werden seltsamerweise noch gar nicht genutzt.

Hier meine Auswahl an Ideen seinen Lebensunterhalt slebständig mit dem Fahrrad zu erwirtschaften:

Fahrrad-Ambulanz

Fahrrad-Werkstätten gibt es zwar fast überall, aber oft sind die Weg dahin, erst recht mit einem defekten Rad recht weit. Eine Fahrrad-Ambulanz die vor Ort das Rad repariert ist noch immer eher die Ausnahme. Warum? Kein Mensch will sein rad zu Fuß zur Werkstatt schleppen oder morgens schnell vor der Arbeit flicken.

Fahrrad-Bote

In der Großstadt längst gang und gäbe sind Boten die per Rad überall schnell da sein. Das geht soweit, dass in Bern die Taschen die Fahrradboten tragen schon Mode sind. das ist glaube ich selbsterklärend.

Rikscha-Fahrer/in

Rikschas werden noch immer gern mit dem Elend in der sog. Dritten Welt assoziiert die inzwischen Mehrheitswelt heißt für all die die nicht herablassend den Rest der Welt als Unterschicht betrachten wollen. Allerdings haben in Deutschland die Rikschas einen ganz anderen Zweck: Sie dienen wohlhabenden Touristen als Stadtrundfahrt-Vehikel oder angetrunkenen Kraftfahrern als letzte Möglichkeit nach Hause zu gelangen ohne Punkte in Flensburg bzw. einen Unfall zu riskieren.

Lastenrad-Transport

Es gibt tatsächlich Leute die mit Lastenrädern Umzüge fahren aber soweit würde ich gar nicht gehen. Es gibt so viele ältere Menschen die es kaum schaffen ihre Einkauf selber zu erledigen. Warum nicht mit dem Cargobike für sie machen?

Fahrrad-Verleih

In Berlin Kreuzberg hat jede/r zweite Laden scheinbar einen Fahrrad-Verleih. Teilweise genügen drei bis fünf Räder um sich so ein Zubrot zu verdienen. Je mehr Räder desto lukrativer denke ich.

Fahrrad Touristenführer/in

Es gibt Leute die selbst auf dem Bike die Stadt erkunden wollen, andere lassen sich per Rikscha kutschieren. Dazwischen gibt es noch die Führung auf dem fahhrad. Ich sehe das in Kreuzberg öfters. Anders als im Bus oder auf dem Schiff lassen sich so auch Ecken entdecken die sonst nicht erreichbar wären.

Radfahr-Lehrer/in für Erwachsene

Das ist den meisten wohl peinlich, aber vor Allem Menschen aus Afrika, oder dem Mittleren Osten können oftmals nicht Rad fahren selbst als Erwachsene. In Ländern die von Hunger, Armut oder Unterdrückung und Krieg geprägt sind kein Wunder. Bei uns können sich das im Zuge der „Integration“ lernen. Wenn sie denn eine/n Lehrer/in hätten.

Fahrrad-Aufbewahrung/Sicherung

Es gibt Leute die kaufen sich ein teures Rad und fahren damit nicht sondern hängen es an die Wand. Diebstahl ist aber ein echtes Problem aber auch die Witterung kann vor Allem im Herbst und Winter dem Bike zusetzen. Leider haben nicht alle einen Keller, einen Dachboden, eine Garage oder Lust das Rad als Wandschmuck zu nutzen. Wer viel Platz hat, selbst ein leeres Zimmer in der Wohnung könnte das als Fahrrad-Aufbewahrung nutzen. Zur Sicherung taugen solche Orte auch mehr als ein offener Hinterhof oder schlicht die Straße.

Diebstahl oder Unfall-Sachverständige/r

Als ich kürzlich auf meinem Rad überfahren wurde da schwante es mir. Der Schock bei so einem Unfall macht eine/n völlig gaga. Froh körperlich unbeschadet überlebt zu haben war ich unfähig meine Rechte als Unfallopfer zu vertreten. Ich hatte Glück aber das werden nicht alle haben. In so einem Fall nur die Polizei zu rufen kann frustrierend sein denn die stets eher auf der Seit der Autofahrer/innen. So etwas wie Call a zeuge wäre enorm hilfreich. Auch wenn er im Nachhinein nur das defekte Rad inspiziert und samt den Verletzungen fotografiert. Ich wäre sogar bereit das als eine Art Abo oder Versicherung zu bezahlen: 2 Euro im Monat damit ich später in jemanden rufen kann der in der Nähe wohnt. Auch einen Diebstahl könnten solche Leute bezeugen und ebim Auffinden des Rad helfen.

Altrad-Sammler/in

in Berlin ist das eine ziemlich Plage: Abgestellte und nicht abgeholte Fahrräder die langsam aber sicher verkommen. Vandalen treten gegen die Räder und wenn sie erst mal zerbeult sind werden alle nützlichen Teile von Dieben abgeschraubt. Wer solche Räder vo der Zerstörung einfach auf Besitzer-Losigkeit überprüfen würde und sowohl den Rädern als auch allen anderen einen Gefallen tun. Ein Aufkleber a la „Wem gehört das Rad?“ würde oft schon reichen. Wer nach einem Monat weder Rad noch Aufkleber entfernt der kümmert sich um so ein rad wohl gar nicht mehr.

Mobile Bar

Es muss nicht gleich so abgefahren sein wie hier bei dem Brike aber ein Cargobike und ein Paar Getränke genügen um eine mobile Bar zu betreiben. Stehen bei mir um die Ecke im Sommer mindestens zwei von.

Einige dieser Vorschlage sind einfacher, andere schwieriger und teure umzusetzen doch die meisten verlangen kein gigantisches Eigenkapital.

Macht Ihr schon so etwas ähnliches?

Habt Ihr weitere Vorschläge oder Erfahrungen? Wer Ähnliches anbietet kann sich gern bei in den Kommentaren auch einfach melden und verlinken!

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